Bericht aus dem Gemeinderat – Juli 2026
Friedhofs- und Gebührensatzung modernisiert
Der Gemeinderat hat die Überarbeitung der seit 2019 bestehenden Friedhofs- und Bestattungssatzung verabschiedet. Die neue Fassung tritt zum 1. August 2026 in Kraft und richtet sich nach den aktuell gültigen Mustersatzungen des Gemeindetages sowie den Vorschriften der Kommunalabgabe in Bayern. Nach intensiver Diskussion im Gremium wurden Details für eine klare Auslegung präzisiert: So wurde festgeschrieben, dass Grabeinfassungen künftig grundsätzlich aus Stein sein sollen. Auch die viel diskutierten, temporären Holzkreuze wurde angegangen: Nach einem Jahr Frist müssen sämtliche Grabmale so beschaffen sein, dass keine Witterungs- und Altersprozesse die Optik des Grabes beeinträchtigen. Dritter Bürgermeister Fleischmann wies zudem nachdrücklich auf den wichtigen Bestandsschutz für bereits bestehende Gräber hin.
Auch die Friedhofsgebührensatzung wurde entsprechend aktualisiert und tritt ab August 2026 in Kraft, gebunden an eine Neukalkulation der Gebühren für das Haushaltsjahr 2027. Ein wichtiges Detail hierbei betraf die Sargkühlung: Da die aktuelle Anlage irreparabel defekt ist und eine Neuanschaffung etwa 10.000 Euro kosten würde, verzichtet die Gemeinde vorerst auf einen Neukauf. Angesichts generell rückläufiger Sargbestattungen wird stattdessen geprüft, ob Bestatter künftig eigene Kühlmöglichkeiten nutzen können. Die entsprechenden Gebühren für die Kühlanlage und Energiekosten wurden aus der Satzung gestrichen.
Anpassung der Kinderbetreuungsgebühren ab dem Schuljahr 2026/2027
Ein schwieriges, aber unvermeidbares Thema war die Anpassung der Gebühren für die Mittags-, Hausaufgaben- und Ferienbetreuung. Eine Prüfung durch die Regierung von Mittelfranken ergab, dass die staatlichen Zuschüsse für extralange Betreuungszeiten wegfallen, was zu einer Rückzahlungsforderung von rund 31.000 Euro an die Gemeinde führte. Aus diesem Grund müssen die Gebühren ab dem Schuljahr 2026/2027 angehoben werden. Zudem muss die Mindestbuchungszeit von einen auf zwei Tage erhöht werden.
Um betroffene Familien zu unterstützen, kam aus den Reihen des Gemeinderats der konstruktive Vorschlag, den Anmeldeunterlagen künftig ein Informationsblatt zur Beantragung von Leistungen für Bildung und Teilhabe (Bildungspaket) beizulegen.
Digitale Weiterentwicklung: Neue Website für Puschendorf
Die Digitalisierung in unserer Gemeinde schreitet voran: Der Gemeinderat beschloss die technische Umstellung der Puschendorfer Homepage auf die neue TYPO3-Version. Darüber hinaus wurde die mögliche Einführung einer Gemeinde-App diskutiert, über die künftig nicht nur die Verwaltung, sondern auch Vereine und die Feuerwehr unkompliziert kommunizieren könnten. Da hierzu noch Klärungsbedarf besteht, wird sich der Gemeinderat in einem separaten Termin detailliert mit den Möglichkeiten dieser App befassen. Die Freie Wähler unterstützen die Einführung dieser App ausdrücklich.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt, die Vergabe des Wärmeplanungskonzepts, musste einstimmig auf die nächste Sitzung verschoben werden, da noch nicht alle notwendigen Angebote vorlagen.
Bekanntmachungen
- Verkehr und Sicherheit: Es wurde auf eine unglücklich geführte Fußgängerumleitung am Friedhof sowie auf einen durch ein Schild verdeckten Verkehrsspiegel in der Höfener Straße hingewiesen. Diese Punkte wurden zur zeitnahen Korrektur direkt an den Bauhof weitergegeben. Zudem wurde bestätigt, dass die Straßenbeleuchtung für das Festival „Open Beatz“ wieder dauerhaft angeschaltet bleiben soll.
- Ortsbild und Infrastruktur: Aus dem Gremium ergingen Bitten zur zeitnahen Wiederaufstellung der gereinigten Sitzbänke, zur Anbringung eines Geländers an der Treppe zur Eisdiele, zur besseren Markierung der Fensterscheiben an der Aussegnungshalle sowie zur Erneuerung der verbleichten Partnerschaftsschilder. Die Verwaltung sagte eine Prüfung und Erledigung dieser Punkte zu.
- Veranstaltungen: Erster Bürgermeister Dörr kündigte an, dass der geplante „Gemeinderatsgottesdienst“ in den Kärwa-Gottesdienst am 11. September integriert wird.




