Bericht aus dem Gemeinderat – September 2026
Am 8. September trat der Gemeinderat in der Eichwaldhalle zu seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zusammen.
Klares Nein zur Schließung unserer Postfiliale
Ein zentrales Anliegen war für uns die Zukunft der Postversorgung im Ort. Die Deutsche Post AG hatte bei der Bundesnetzagentur beantragt, die personenbesetzte Filiale in der Höfener Straße zu schließen und durch die bereits bestehende automatisierte Poststation zu ersetzen. Aus unserer Sicht wäre dies ein massiver Verlust für die Lebensqualität in Puschendorf. Sie ist zentral gelegen, barrierefrei und bietet den so wichtigen persönlichen Kontakt am Schalter. Der Gemeinderat stellte sich daraufhin einstimmig gegen das Vorhaben der Post und verweigerte das gemeindliche Einvernehmen zur Schließung. Wir als FW-Fraktion werden uns auch weiterhin für den Erhalt der persönlichen Vor-Ort-Services starkmachen.
Sicherung der Trinkwasserversorgung mit Augenmaß
Der überdurchschnittlich hohe Wasserverbrauch in den Sommermonaten hat dazu geführt, dass die Gemeinde Puschendorf im Juli die vertraglich vereinbarte Monatshöchstmenge beim Wasserversorger FWF überschritten hat, was einen teuren Strafzuschlag von über 1.100 Euro nach sich zog. Um die Versorgungssicherheit auch in Trockenperioden zu gewährleisten, musste die jährliche Bestellmenge angepasst werden. Statt der ursprünglich kalkulierten 150.000 Kubikmeter einigten wir uns auf einen wirtschaftlicheren Kompromiss von 132.000 Kubikmetern im Jahr (11.000 Kubikmeter pro Monat) ab 2027. Um weiter Wasser zu sparen, wird hierfür angedacht, die Gartenwassergebühren anzupassen oder eine entsprechende Satzung zu erlassen. Dazu wird im Haupt- und Finanzausschuss weiter beraten.
Bürgerbeteiligung beim neuen Jugendspielplatz
Beim geplanten Jugendspielplatz an der Asternstraße haben sich die finanziellen Rahmenbedingungen geändert. Da die tatsächlichen Gesamtkosten inklusive Aufbau und Geländevorbereitung auf rund 200.000 Euro gestiegen sind, musste der bisherige LEADER-Förderantrag zurückgezogen werden. Wir befürworten diesen Schritt, um einen neuen, angepassten Förderantrag stellen zu können. Es wird eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Gemeinderatsfraktionen sowie Familien gebildet, um den Spielplatz bedarfsgerecht zu gestalten. Zudem wurde einstimmig beschlossen, auf langlebige und nachhaltige Spielgeräte aus Recycling-Kunststoff mit 20 Jahren Garantie zu setzen. Das spart der Gemeinde langfristig teure Wartungs- und Reparaturkosten durch den Bauhof.
Sanierung des Feuerwehrdaches
Das Flachdach unserer Feuerwehr ist bei Starkregen undicht und muss saniert werden. Wir haben uns hier nach fachlicher Einordnung für ein Angebot in Höhe von rund 66.000 Euro entschieden, das auf ein spezielles PIR-Dämmsystem setzt. Dieses System ist nicht nur langlebig und brandschutztechnisch optimal, sondern ermöglicht vor allem die problemlose spätere Installation einer Photovoltaikanlage. Das ist ein wichtiger Schritt für eine energieeffiziente kommunale Infrastruktur.
Weitere wichtige Entscheidungen im Überblick
- Kommunale Wärmeplanung: Die Erstellung unseres Wärmeplanungskonzepts wurde für rund 22.750 Euro an ein Planungsbüro vergeben, das durch intensive Vor-Ort-Termine und positive Referenzen aus Nachbarkommunen überzeugte.
- Querungshilfe Fürther Straße: Der Bau einer Querungshilfe auf Höhe der Eichwaldhalle hätte die Gemeinde voraussichtlich 250.000 bis 300.000 Euro gekostet, ohne Aussicht auf staatliche Zuschüsse. Auch eine Bedarfsampel wäre mit hohen Bau- und Unterhaltskosten verbunden gewesen. Das Vorhaben wurde vorerst zurückgestellt. Auf Anregung von Gemeinderat Stefan Geißdörfer werden wir die tatsächlichen Geschwindigkeitsdaten durch die dortige Messstelle auswerten.
- Balkonsanierung Kirchplatz 2: Ein maroder Holzbalkon an einem gemeindlichen Gebäude wird vom Bauhof kostensparend abgerissen und durch einen funktionalen französischen Balkon ersetzt.







