Wir sind eine parteifreie Wählergemeinschaft politisch ehrenamtlich tätig zum Wohle unserer Gemeinde und seiner Bürgerinnen und Bürger.
100% Puschendorf - 0% Partei

Meldungen 2020

Miteinander statt Anordnung

Der Punkt Anfragen/ Anträge war bisher auf den Gemeinderatssitzungen für den einen oder anderen Besucher immer ein Buch mit sieben Siegeln. Irgendwie war es gefühlt immer ein Anhängsel der Tagesordnung, weil die „wirklich wichtigen“ Punkte ja schon vorher als eigener Tagesordnungspunkt behandelt werden. In der neuen Sitzungsperiode entwickelt sich dieser Punkt aber mehr und mehr zum aufregendsten Teil der Sitzung. So auch dieses Mal!

Unter dem fast schon versteckten TOP 7.4 rief die Bürgermeisterin einen Antrag auf Befassung der Freiwilligen Feuerwehr auf, der zu einer langen und emotionalen Diskussion führte. Weil er aufgrund der Länge und der späten Stunde nicht verlesen wurde, erschloss sich der Zündstoff darin den Zuhörern nur sehr wenig.

Kurz zusammengefasst beklagte sich die Feuerwehr darüber, dass es den Kameraden zum einen von der Bürgermeisterin verboten worden war in der Fahrzeughalle einen Kappenabend abzuhalten. Wohlgemerkt nicht wegen Corona, das ist allen klar, sondern für die Zukunft.

Ohne Frage bemüht sich Frau Hütten momentan unsere Wehr mit besserer, teilweise zwingend vorgeschriebener Technik und Ausrüstung auszustatten. Auf viele Wünsche und Notwendigkeiten ist da in der Vergangenheit offensichtlich nicht ausreichend eingegangen worden. Hierfür hat sie die uneingeschränkte Unterstützung des Gemeinderats. Für eine hohe Einsatzmoral ist aber auch das freundschaftliche Miteinander sehr wichtig. Neben dem Kameradschaftsabend, der übrigens von ihr anfangs auch untersagt worden war, dann aber doch zugelassen, trafen sich aktive und passive Feuerwehrleute eben noch zu Fasching in ihren eigenen Räumen. Zu diesem Kappenabend waren auch Unterstützer der Feuerwehr eingeladen.

Im zweiten Teil des Antrags ging es darum, dass die Wehr ihren Schulungsraum nach der Zwischennutzung während des Rathausumbaus nun gerne nach eigenen Vorstellungen renovieren lassen würde. Da der Raum aber auch vom Rathaus für Sitzungen und Besprechungen genutzt wird, will die Bürgermeisterin diesen weniger in Feuerwehr-Optik, sondern neutraler (Zitat „moderner und nicht so sechziger“) gestalten. Die Fahne sollte in eine Nische weichen, einige Bilder und Erinnerungsstücke per Anordnung komplett abgehängt werden.

Wenn man so etwas auf Augenhöhe miteinander bespricht, findet man in der Regel einen guten Kompromiss. Wahrscheinlich liegen die Positionen sogar näher beieinander, als es der Eindruck und die dörflichen Debatten vermitteln. Wenn aber wie in diesem Falle mit einer sehr bestimmenden Art vorgegangen wird, kochen sehr schnell die Emotionen hoch. Genau das scheint allgemein ein Problem unserer Bürgermeisterin zu sein. Denn anders als einen Hilferuf an den Gemeinderat kann man dieses Schreiben der Feuerwehr nicht interpretieren. Damit ging es eben nicht nur um zwei einfache Fragen, sondern um den grundsätzlichen Umgang miteinander. Der offene Brief ist dabei exemplarisch und die unterschwellige Beschwerde über eine Behandlung von oben herab beschäftigt die Gemeinde aktuell auch an anderen Stellen.

Die Sprecher aller Fraktionen schlugen sich letztlich mehr oder minder klar auf die Seite der Feuerwehr und erklärten, dass der Raum der Feuerwehr zugeordnet ist und die Gemeinde hier Gastnutzer ist. Unser Rathaus hat keinen eigenen Sitzungssaal und man sei deshalb dankbar, dass man bisher immer ein gutes Miteinander praktiziert hat. Man bat die Bürgermeisterin doch etwas mehr auf die Wünsche der Feuerwehr einzugehen.

Auch wünschte man die Feuerwehrführung zu unterstützen und keine Hürden aufzubauen, wenn sie (nach Corona) wieder zweimal im Jahr zu einem geselligen Abend einlädt.

Ein die Bürgermeisterin überstimmender Beschluss wurde aber nicht gefasst. Das war auch gar nicht Inhalt des Antrags. Es blieb bei dem Appell aufeinander zuzugehen.

 Zum Bericht über die ganze Gemeinderatssitzung

Stephan Buck

 

 

Neuer zweiter Vorsitzender

Dr. Stefan Geißdörfer ist der neue zweite Vorsitzende der Freien Wähler Puschendorf. Mit der Wahl in der Jahreshauptversammlung des FW Ortsverbandes folgt der 44 jährige Ingenieur auf Manfred Schroll, der das Amt aus beruflichen Gründen zurückgegeben hatte. Der Vorsitzende Stephan Buck dankte seinem bisherigen Stellvertreter in Abwesenheit für 6 Jahre gute Zusammenarbeit. Er war immer mehr als nur ein Stellvertreter, denn Schroll setzte immer wieder auch eigene Akzente, wie die erfolgreiche Kampagne im Bereich Glasfaserversorgung. Zudem war er für den Internetauftritt der FW und die Organisation der Oldtimerrallye verantwortlich.

09 GeissdoerferGleichzeitig freue sich Buck auf das neue Mitglied der Vorstandschaft. Mit Stefan Geißdörfer bringt sich ein zweifacher Familienvater in die Arbeit der Freien Wähler ein, der seit 10 Jahren in Puschendorf wohnt und sich bereits in Sportverein und Posaunenchor engagiert. Bei der Kommunalwahl erzielte er für einen erstmals angetretenen Kandidaten ein hervorragendes Einzelergebnis.

Die Ergebnisse der Wahlen im Frühjahr und die Arbeit des Gemeinderats seitdem wurden von den Mitgliedern tief analysiert und offen diskutiert. Sorge bereitet dabei vor allem die schwierige Personalsituation der Gemeindeverwaltung. Durch ungewöhnlich viele Krankheitsfälle und eine Kündigung ist seit der Amtsübernahme der Bürgermeisterin im Mai eine deutlich spürbare Überlastung entstanden. Dadurch sind die Gestaltungsmöglichkeiten und Umsetzung vieler Wünsche des Gemeinderats zurzeit sehr eingeschränkt. Alle Fraktionen arbeiten konstruktiv zusammen um Brücken zu bauen, erklärten die vier anwesenden FW-Gemeinderäte Dörr, Stark, Auerochs und Buck. Zwischenzeitlich packt selbst Altbürgermeister Wolfgang Kistner wieder stundenweise in der Verwaltung mit an, um die Gemeinde zu unterstützen.

Gemeinderatsitzung Oktober 2020

Mit ein paar technischen Problemen begann die Oktobersitzung des Puschendorfer Gemeinderats, wieder vor zahlreichen Zuhörern, die mit großem Abstand in der Eichwaldhalle verteilt waren

Vertrag über die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Integrierte Ländliche Entwicklung

Von der „Zenngrund Allianz“ - einer kommunalen Zusammenarbeit der Gemeinden Wilhermsdorf, Veitsbronn, Tuchenbach, Seukendorf, Langenzenn, Obermichelbach und Puschendorf wurde ein Vertragstext vorgelegt, der die Zusammenarbeit zwischen den Orten regelt. Gemeinsam werden in diesem Zusammenschluss seit rund einem Jahrzehnt überkommunale Projekte, Zuschussmöglichkeiten und Anschaffungen koordiniert. Auf Nachfrage im Vorfeld konnte Bürgermeisterin Hütten klären, dass bisher kein schriftlicher Vertrag existiert hatte. Dem vorgelegten Text wurde einstimmig zugestimmt

Freigabe des Einkaufs neuer Jacken für unsere Feuerwehr

In der Septembersitzung hat der Gemeinderat unter dem Eindruck eines großen Brandereignisses den Beschluss für den schnellen Kauf neuer Feuerwehrschutz-Jacken gefasst. Da die dafür notwendigen 15.000 € nicht im Haushalt stehen, musste Geld von anderen Haushaltsstellen frei gemacht werden, oder ein Nachtragshaushalt erstellt werden.

Da andere Projekte für die ebenfalls ein Nachtragshaushalt erforderlich gewesen wäre, wie der Kanalbau in der Neustädter Straße nun doch ins nächste Jahr verschoben wurden, beschloss der Gemeinderat den einfacheren Weg, Die Anschaffungskosten können nun durch Einsparungen an anderen Haushaltsstellen finanziert werden.

Abschluss Wartungsvertrag Dosierstation in der Kläranlage

Für eine neu installierte Dosieranlage wurde ein vierjähriger Wartungsvertrag mit der Herstellerfirma Alltech aus Weingarten abgeschlossen. Da der Vertrag über jährlich 2.366,- € pro Jahr neben Teilen auch ungewöhnlich hohe Anfahrtskosten beinhaltet, bat FW-Gemeinderat Dörr um eine Nachverhandlung an dieser Stelle.

Adventsmarkt 2020 abgesagt

Aufgrund der wieder steigenden Corona-Fallzahlen hatten nahezu alle anderen Landkreisgemeinden schon im Vorfeld ihre diesjährigen Adventsmärkte abgesagt. Den gleichen Weg geht nun auch Puschendorf mit spürbarem Bedauern aller Rätinnen und Räte. Eine ausreichende Einhaltung der Corona-Auflagen erscheint den Gemeindeverantwortlichen nicht umsetzbar.

Auch die täglichen Adventsfenster sah die Bürgermeisterin in diesem Zusammenhang als nicht verantwortbar. Der Vorschlag der Fraktion B90/Grüne mit einigen dezentralen Ständen zu einem Adventspaziergang einzuladen wurde wegen der unsicheren Organisation für Verwaltung und Vereine und der Gefahr diesen dann auch absagen zu müssen, mehrheitlich verworfen.

FairtradeTown

Einem Antrag der B90/Grünen folgend will sich Puschendorf für sein Engagement im Fairen Handel um den Titel Fairtrade-Town bewerben. Die Kampagne fördert den Fairen Handel auf kommunaler Ebene. In Puschendorf soll sich dafür ein Steuerungskreis aus Politik, Vereinen, Gewerbe und interessierten Bürgern bilden und die Idee mit Leben erfüllen. Alle Fraktionen unterstützten den Antrag, baten aber darauf zu achten, der Verwaltung in der aktuell sehr schwierigen Situation keine Mehrarbeit aufzubürden. Auch sollte der Schwerpunkt verstärkt auf regionale Produkte gelegt werden.

Bessere Verständlichkeit für Zuhörer

Um künftig für die Zuhörer besser verständlich zu sein, regte Alexander Dörr an, für Sitzungen eine Anlage mit Konferenzmikrofonen zu kaufen. Dazu hatte er im Vorfeld auch bereits Kosten recherchiert. Nicht zuletzt aufgrund der geschilderten technischen Probleme zu Beginn fand dieser Antrag breite Zustimmung. Die Verwaltung wurde beauftragt Vergleichsangebote einzuholen und ermächtigt möglichst schon zur nächsten Sitzung eine solche Anlage für bis zu 3.000 € anzuschaffen.

Schulbushaltestelle

Die Ausstiegsstelle an der Eichwaldhalle macht den SchulkindbetreuerInnen der Gemeinde immer wieder Sorgen, weil die Kinder nach dem Aussteigen hinter dem Bus die Waldstraße queren müssen.

Eine Verbesserung würde eine Schleife des Busses von der Grundschule gegen den Uhrzeigersinn durch Konferenz- und Waldstraße notwendig machen. Der Gemeinderat befürwortet die Anregung. Die Bürgermeisterin wurde gebeten mit dem Busbetreiber die Möglichkeiten und Kosten zu besprechen.

Feuerwehr

Breiten Raum nahm die Diskussion um einen Antrag der Feuerwehr ein. Wir berichten dazu gesondert.

Zum Artikel

Ehrungen des Landkreises ohne Puschendorfer Beteiligung

Die Anfrage der CSU, warum Puschendorf als einzige Gemeinde keine Ehrungskandidaten an den Landkreis gemeldet hat, begründete die Bürgermeisterin damit dass sie erst die vom letzten Gemeinderat beschlossenen Ehrungen durchführen wollte und mit ihrer derzeitigen Arbeitsüberlastung. Die gleiche Antwort bekamen die Freien Wähler auf die Frage warum kein Vertreter der drei Puschendorfer Bürgermeister an der Einbürgerungsfeier im Steiner Schloss teilgenommen hat, obwohl Bürger aus unserem Ort die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen hatten.

Die Sitzung begann auch dieses Mal bereits um 19.00 Uhr und endete für die Zuschauer um 21:15. Daran schloss sich noch eine gut einstündige nichtöffentliche Sitzung zu Personalangelegenheiten an.

 

Stephan Buck

Gehwege in Puschendorf - Hintergründe und Kommentar von Alexander Dörr

In der Sitzung vom März 2020 habe ich angefragt, ob es denn nicht sinnvoll sei, wenn schon die Deutsche Glasfaser unsere Gehsteige im Dorf aufreißt, diese komplett neu zu verlegen. Dieser Vorschlag wurde offen aufgenommen und in der Folge weiterhin diskutiert. Dass auf die Gemeinde enorme Kosten zukommen würden, habe ich von Gemeinderatskollegen aus Tuchenbach erfahren. Wobei ich das erst mal hinten angestellt habe. Zuerst wollte ich eine Machbarkeit klären.

Diese Gespräche wurde dann vor dem Beginn der Bauarbeiten geführt. Verhandlungen mit der Deutschen Glasfaser liefen an, was sie verlangen, wenn die Gehsteige komplett saniert werden, bzw um wieviel es denn der Fima billiger kommt wenn sie die Gehsteige selbst nicht mehr Pflastern müssen Soweit ist es dann aber gar nicht mehr gekommen,  als unsere Bauhofmitarbeiter in den Nachbargemeinden Tuchenbach und Obermichelbach die Ergebnisse sahen. Das Schließen und vor allem Verlegen von neuem Pflaster, insbesondere in Tuchenbach, fand keinen Gefallen bei unseren Experten am Bauhof.

Trotzdem wollte unsere Bürgermeisterin teilweise wirklich schlechte Wege, nach Dringlichkeit gestaffelt, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Glasfaser modernisieren. In Zeiten von Corona können Kommunen derzeit Vergaben von Aufträgen bis zu 75.000,00 EUR ohne weitere Ausschreibung beauftragen. Die Einteilung in Kategorien und eine gewisse Menge an laufenden Metern bescherte uns drei, knapp unter der Vergabegrenze liegende, Angebote. Einerseits, auch im Hinblick auf die reduzierte Mehrwertsteuer, eine gute Idee. Andererseits führte der Gesamtaufwand in Höhe von ca. 215.000,00 EUR, bei drei Abschnitten, doch zu Diskussionen. Da es auch keinen Haushaltsposten für diese Maßnahme gibt, kann auch keine Vergabe ohne Nachtragshaushalt erfolgen.

Deshalb wurde der Beschluss in der ersten Sitzung vom Gemeinderat auch abgelehnt. Die Rätinnen und Räte wollen statt dessen für die kommenden Jahre höhere Beträge in den Haushalt für die Sanierung der Wege einstellen und in den nächsten Jahre ohne weitere große Schuldenaufnahme die wichtigsten und damit schlechtesten Wege sanieren. Da war man sich einig,  auch wenn jetzt aufgerissen wird und dann in ein paar Jahren wieder. Auf die Schnelle so viel Geld ausgeben, wollte keiner. In den letzten Jahren konnte die Gemeinde die früher hohe Verschuldung erheblich senken.

Zwischenzeitlich laufen die Arbeiten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass vor unserem Haus in der Flurstraße der Gehsteig in einem erbärmlichen Zustand war und sich teilweise um mehr als 5 Zentimeter gesenkt hatte. Nachdem die Arbeiter der Deutschen Glasfaser die Kabel verlegt hatten, war der Weg auf einmal wieder gerade und alle Unebenheiten draußen. Wir sollten wirklich abwarten und nach Beendigung der Bauarbeiten der Deutschen Glasfaser noch einmal eine Kategorisierung der Wege aufnehmen. Am Ende sind einige der jetzt schlimmen Wege wieder in Ordnung und die Rangliste sieht auf einmal ganz anders aus. Dann können wir die Planungen nochmals anpacken und die dann zu erwartenden Kosten auf die kommenden Jahre verteilen. Jedenfalls wird durch die Verlegung der Steine die Notwendigkeit an einigen Stellen im Dorf entschärft. Somit hat der Gemeinderat jetzt doch wieder ein bisschen Zeit, moderat und besonnen an die Aufgabe zu gehen und das Ganze mit einer durchdachten Finanzierung zu hinterlegen.

 

Alexander Dörr

Gemeinderatssitzung vom 11.08.2020

Mit einem erfreulich hohem Publikumszuspruch fand die August-Sitzung des Gemeinderats in der Eichwaldhalle statt. Einige Punkte sorgten in den letzten Wochen doch für sehr großes Interesse.

Am Beginn der Sitzung stand die Verleihung des Titels „Altbürgermeister“  an den bisherigen Amtsinhaber Wolfgang Kistner. Der Gemeinderat war sich bei der Entscheidung völlig einig, unmittelbar nach der Amtsübergabe, Herrn Wolfgang Kistner sofort zum „Altbürgermeister“ zu ernennen. In der Laudatio wurde nochmals erwähnt dass er die Entwicklung des Dorfes 18 Jahre vorangetrieben hat und immer für die Bürger erreichbar war.  Ihm gilt der Dank für sein enormes Engagement in zwei Jahrzehnten und seine allzeit große Begeisterung für unser Dorf da zu sein.

Kanal, Kindergarten und Ladesäule

Nach der Ehrung ging es gleich richtig teuer weiter. Der Beschluss zur Vergabe der Bauarbeiten für den neuen Kanal in der Neustädter Straße wurde vorgelegt. Für ca. 850.000,00 EUR wird die Entwässerung und gleichzeitiger Regenrückhalt vergeben. Nach Planung und Vorstellung des Projektes werden nun ca. 250.000 EUR mehr fällig als zu Beginn gedacht und geplant.

Für den neuen Kindergarten an der Neustädter Straße wurde beschlossen, viele Türen mit einer elektronischen Schließanlage auszustatten. Dies macht Sinn, da die betroffenen Personen nur einen Chip bekommen statt eines größeren Schlüsselbunds. Bei Verlust kann der Chip entwertet werden und es muss keine neue Anlage eingebaut werden. Trotz der Mehrkosten in Höhe von ca. 11.300,00 EUR wird dem Antrag zugestimmt, allerdings mit der Vorgabe an die Verwaltung zusammen mit dem Kindergartenbetreiber zu prüfen, ob wirklich eine Schließanlage für alle Türen notwendig ist.

Zukünftig können E-Autofahrer ihre Fahrzeuge an zwei neuen Ladesäulen am Bahnhof tanken. Nach Empfehlung von Fachleuten der N-ergie ist der P+R Platz dort wohl besser als der ursprünglich vorgesehene am Dorfplatz. Dies sei aus den Erfahrungen der Firma aus den letzten Jahren hervorgegangen. Die Kosten in Höhe von 18.000,00 EUR kommen gerecht in drei gleichen Teilen von der N-ergie, der Gemeinde und einem Europäischen Fördertopf.

Verkehrsführung Traubenstraße -  Bürgermeisterin steht alleine

Sehr strittig war die neue Verkehrsführung in der Traubenstraße und Hochgrabenstraße wegen des  Kindergartenbaus, speziell wegen der Anlieferung  der Kinder.
Zu diesem Thema lag ein Bürgerantrag vor, über dessen formelle Rechtmäßigkeit in der ersten Entscheidung abzustimmen war.
Aus dem Wohngebiet kam der Antrag gegen eine von der Bürgermeisterin in Spiel gebrachte  geplante Verkehrsführung durch die Traubenstraße in südlicher Richtung und gleichzeitiger Abfahrt durch die Hochgrabenstraße. Die Anlieger der beiden Straßen, insbesondere der Hochgrabenstraße wollen keine weitere Belastung auch im Hinblick auf die engen und oft zugeparkten Wege. Der formellen Zulassung des Antrags wurde einstimmig stattgegeben.

Gleich im Anschluss stand die Aussprache zum Thema selbst aber sowieso auf der Tagesordnung und  führte zu einer großen Diskussion. Die Bürgermeisterin hat einen Vorschlag zur Beratung gegeben, der vorsieht, die Westliche Traubenstraße in eine Einbahnstraße von Nord nach Süd und die östliche Traubenstraße in eine Einbahnstraße von Süd nach Nord zu ändern. Dieser Vorschlag wurde auf Grund einer Begehung mit Polizei und Landratsamt erarbeitet, an die sich die Bürgermeisterin gewandt hatte, weil sie ein Gefahrenpotential beim Bringen und Abholen der Kinder des neuen Kindergartens sieht.

Damit stand sie am Ende aber alleine. Beginnend mit der Fraktionsgemeinschaft der CSU, danach den Freien Wählern durch Alexander Dörr, SPD und den Grünen/Bündnis 90 wurden zahlreiche Argumente gegen eine sofortige Änderung der Straßenführung angeführt. Es werden nicht alle Kinder mit einem Auto gebracht, die Bring- und –Abholzeiten ziehen sich über einen längeren Zeitraum, es sind genügend Parkplätze vorhanden und die Kinder kommen nicht alleine, sondern in Begleitung ihrer Eltern um nur einige Punkte zu nennen. Am Ende entschied der Gemeinderat, bei nur einer Gegenstimme (der Bürgermeisterin) , erst mal eine Zeit abzuwarten um dann bei wirklichen Problemen eine passende Lösung zu finden, bevor noch mehr Verkehr in die sowieso bereits belasteten Wohngebiete gelenkt wird. Eingehend auf einen Vorschlag des Architekten Klaus Madinger regten die Fraktionen von CSU und Grünen an, die Parkplätze für die Mitarbeiter und Mieter nach hinten zu verlagern, um für die Eltern eine Anfahrt überwiegend über die Neustädter Straße zu lenken. Diese Idee fand im Gemeinderat die gleiche 12 zu 1 Mehrheit!

Gemeindeblatt und Kläranlage

Der nächste Beschluss wurde dann einstimmig gefasst. Es ging um die Zulassung von Anzeigen und Werbung im Gemeindeblatt. Nachdem Veitsbronn einen Gerichtsprozess gegen den Verlag Nürnberger Presse krachend verloren hat, war man sich gleich einig, das bisherige Aussehen nicht zu verändern und nur im Ausnahmefall die ein- oder andere Anzeige mal zuzulassen.

Erneuerung der Steuerung der Rechenanlage und des Prozessleitsystems in der Kläranlage. Nachdem die Rechner in der Kläranlage noch mit Windows 7 gelaufen sind,  ist es nun dringend notwendig diese Steuerungen zu erneuern. Leider kostet das auch wieder etwas mehr als geplant, ist aber unumstößlich. Neue Programme sind mit den alten Systemen nicht kompatibel und natürlich auch hinsichtlich dem Schutz gegen Hackerangriffe nicht mehr zeitgemäß. Leider gibt es hier nur ganz wenige Firmen, die so etwas anbieten. Daher musste dem einzigen vorliegenden Angebot zugestimmt werden.  Die beauftragte Firma betreut unsere Kläranlage schon seit Jahren.

E-Bike für den Bauhof ungeeignet

Im nächsten Tagesordnungspunkt wollte unsere neue Bürgermeisterin die Fahrzeugnot am Bauhof umweltschonend beseitigen und für die Kläranlage ein E-Bike anschaffen. Diese Fahrzeuge werden mit einem Zuschuss der N-ergie in Höhe von 300,00 EUR schmackhaft gemacht. Nach Diskussion des Rates und doch einigen Einwänden wurde der Beschluss verweigert. In den Begründungen ging es darum, was macht der Fahrer bei Regen, bei Schnee und Eis. Da der Klärwärter auch ab und zu weitere Fahrten hat und teilweise auch mal was zu transportieren hat war schnell klar, dass ein Fahrrad nicht das richtige Fahrzeug an dieser Stelle ist.

 

Fabian Buck

Feuer in Puschendorf

Der Schreck steckt uns allen noch in den Gliedern. Heute Nacht brannte in
der Puschendorfer Dorfstraße eine Doppel-Scheune. Ein riesige Feuersäule
leuchtete über das ganze Dorf.

Dank dem geballten Einsatz der Feuerwehren aus Veitsbronn, Langenzenn,
Herzogenaurach, Retzelfembach, Raindorf, Kirchfembach und natürlich
Puschendorf konnte ein Übergreifen auf die Nachbarschaft verhindert werden.
Auch das BRK und die Polizei waren schnell vor Ort.

Es geht also "nur" um Sachschaden und der ist zu ersetzen.

Danke an Alle, die sich heute die Nacht für unsere Sicherheit um die Ohren
geschlagen haben. Man merkt immer erst wie wichtig Euer Einsatz und Eure
Kameradschaft ist, wenn solche Dinge passieren.

 

Stephan Buck

IMG 0442

 (c) FW-Rundschau
 
Das Bild wurde mit dem gebotenen Respekt vor Personen aus entsprechender
Entfernung gemacht.
 

Die Zukunft hält Einzug

Die Glasfaserverlegung wird uns die nächsten Monate beschäftigen. Puschendorf bekommt in den nächsten Monaten ein modernes und schnelles Glasfasernetz. Schneller als erwartet wurden die 40 Prozent an Anschlüssen erreicht, die notwendig waren damit die Deutsche Glasfaser das Netz in unserem Ort ausbaut. Das Hauptkabel liegt bereits von Tuchenbach kommend bis zum Hauptknoten in der Asternstraße und in den ersten Straßenzügen wird feste gebuddelt. Von Juli bis voraussichtlich Oktober wird das Netz nun in alle Straßen verlegt.

Überwiegend erfolgt die Verlegung in den Gehwegen in einer Tiefe von 40 Zentimetern. Ziel ist es, Gehwege an einem Tag zu öffnen, das Kabel zu verlegen und den Weg weitgehend wieder zu schließen. Trotzdem ist natürlich an wechselnden Stellen mit Unannehmlichkeiten zu rechnen. Gerade an Verbindungspunkten werden offene Stellen im Gehsteig auch einmal länger bestehen müssen. Ist alles fertig, gehört unsere Gemeinde zu den Orten mit der zukunftsfähigsten Internetstruktur.

Gehwege gleich sanieren?

Nachdem an vielen Stellen Gräben entstehen, stellt sich natürlich die Frage, ob man das nicht gleich für weitere Maßnahmen nutzt. In Tuchenbach und Obermichelbach wurden im gleichen Zuge für sechsstellige Beträge die Gehwege saniert. Dies fragten sich deshalb auch die Gemeinderäte. Doch die Berichte in den Nachbarorten waren nicht ermutigend. Abgesehen von den enormen Gesamtkosten, die die Gemeinde ohne Nachtragshaushalt nicht stemmen könnte, entsprach die Qualität der beauftragten Firma nicht den Erwartungen, so dass man davon abkam.

Vielmehr soll der Etat für Gehwege in den nächsten Jahren insgesamt deutlich aufgestockt werden. Die schlimmsten Bereiche wurden bereits in die Kategorien 1 bis 3 eingeteilt. In den nächsten Jahren sollen die notwendigsten Gehwege dann von einer zuverlässigen Firma komplett neu gebaut werden.

Stromleitung bleibt überirdisch

Bürgermeisterin Hütten wollte zudem die Hochspannungsleitung im Bereich Vogel- und Blumenstraße unter die Erde verlegen lassen. Bauausschuss und Gemeinderat verwarfen das Leitungsprojekt gleich komplett. Da Stromleitungen wesentlich tiefer zu legen sind als Glasfaser und auch der Graben viel breiter angelegt werden müsste, hätten sich keine Synergieeffekte ergeben. Die Kosten wären mit wahrscheinlich rund 76.000 € alleine für die Verlegung und geschätzten 200.000 € für die Grabarbeiten von der Gemeinde alleine zu stemmen. Außer einer optischen Verbesserung sah man darin keinen Vorteil für die Gemeinde, Nutznießer wäre allein der Stromkonzern.

Stephan Buck

Glasfaser

 

Es blüht und wächst

Die von Bürgerinnen und Bürgern Puschendorfs finanzierte Blühwiese am Orteingang nördlich des Ratwegs nach Veitsbronn lebt. Das Projekt wurde vom damaligen Bürgermeister Kistner als aktive Antwort der Gemeinde auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ initiiert. Finanziert mit Spenden von insgesamt 5000,-- konnte der Landwirt Horst Weghorn dort einen Hektar  Blühmischung, insbesondere als Bienenfutter ansäen und wird diese Fläche 2 Jahre lang unterhalten.

Im Vorbeifahren und auf den ersten Blick schaut es dort derzeit etwas einseitig aus. Das Blau der Büschelblume (Phacelia tanacetifolia*) überstrahlt doch sehr deutlich das gesamte Feld. Wer aber anhält und sich die Zeit nimmt genau hinzusehen, findet darin ein unglaubliches Gewimmel an Bienen, Hummeln und anderen Insekten. Im unteren Bereich warten auch schon einige andere Gräser oder der tiefrote Blutklee darauf nach oben zu kommen.

Die Freien Wähler haben sich mit einer Spende von 150,-- € (300m²)** aus dem übrigen Wahlkampfetat an dieser Wiese beteiligt. Schade, dass nicht alle Unterschreiber des Volksbegehrens mitgemacht haben. So ist es nicht viel mehr als ein gutes Zeichen.

Stephan Buck

* Zugegeben ohne entsprechende App, hätte ich das auch nicht gewusst.

Zur Bildergalerie

 

**In der Printausgabe unserer FW-Rundschau haben wir versehentlich den Betrag von 200€ genannt. Wir wurden von der Bürgermeisterin darauf hingewiesen, dass die Spende der FW nur 150€ war. Das ist richtig. Der Betrag von weiteren 200€ stammte vom Versicherungsbüro Buck. Wir bitten, diese Verwechslung zu entschuldigen. 

 

Verabschiedung

Im kleinen Kreis einer Gemeinderatssitzung ohne Zuschauer kamen Bürgermeister Kistner und die Mandatsträger der ablaufenden Legislaturperiode in der Eichwaldhalle zusammen um die ausscheidenden Mitglieder zu verabschieden.

Kistner bedankte sich bei Dr. Günther Lodderstaedt, Hermann Höfler, Alexander Vitzthum, Edith Hamersky, Rainer Jakob und in Abwesenheit bei Karlheinz Auerochs für deren teils jahrzehntelange Tätigkeit für die Gemeinde.

Er dankte allen, auch den weiter im Gremium vertretenen Rätinnen und Räten, für die gute Zusammenarbeit und lies ein paar Schwerpunkte und Anekdoten Revue passieren.

Aber auch die Gemeinderäte selbst bedankten sich bei ihm mit einem Präsent für seine insgesamt 18 Jahre an der Spitze unserer Gemeinde.

------------------------------

Eine Ära geht zu Ende

Gedanken des zweiten Bürgermeisters zur Verabschiedung von Wolfgang Kistner

Mit Wolfgang Kistner geht nun ein Mann in den Ruhestand der unser Dorf in den letzten Jahren geprägt hat und ich denke als Gemeinderäte können wir sagen zum Guten.

Wir beide sind 1996 gemeinsam in den Gemeinderat eingezogen und haben von Anfang an harmoniert. Als Neulinge haben damals natürlich auch sofort unsere eigenen Ideen einbringen wollen, ich denke da an die letzten Entscheidungen zum Bau der Eichwaldhalle. Gerade in dieser Anfangszeit zeigten wir aber auch Anerkennung  für die Arbeit unserer Vorgänger. Unter anderem diese Mischung aus Ideen und Respekt hat dazu geführt, dass Wolfgang Kistner am 03.März 2002, lustiger weise unserem gemeinsamen Geburtstag, ins Amt des ersten Bürgermeisters gewählt wurde. Er hat dieses Amt nun 18 Jahre bestens begleitet und sich in drei Wahlen das Vertrauen unserer Puschendorferinnen und Puschendorfer verdient

In diese Zeit fielen viele kleine und größere Projekte. Schon ohne in die Unterlagen zu gucken  fallen mir sofort einige ein:

- Die Ansiedlung des Netto Marktes, man muss schon fast sagen ein Alleinverdienst von ihm
- Die Verbesserung des ÖPNV insbesondere nach Siegelsdorf und Herzogenaurach
- Die grundlegende Erneuerung der Kläranlage, das teuerste Projekt der letzten Jahre
- Der Bau eines FunCourt, als Kür
- Die Heuberg-Sanierung
- und zuletzt der Umbau des Rathauses und der Neubau des Kindergarten

Das sind jetzt nur ein paar Besondere und mit etwas Nachdenken fallen jedem von uns noch einige weitere ein. Die Arbeit als Bürgermeister umfasst aber vieles mehr.

Zusammen mit einem engagierten und an einem Strang ziehenden Gemeinderat hat er die Gemeindefinanzen aus schwierigen Zeit in eine gute Zukunftsfähigkeit geführt

Als Bürgermeister hat er viele Puschendorfer zuziehen und wegziehen sehen, sie verheiraten dürfen, oder bei Beerdigungen würdig verabschieden müssen. Kinder die am Anfang seiner Arbeit in den Kindergarten kamen, sind heute schon lange volljährig. Er hat unsere Gemeinde mit unzähligen Besuchen bei Jubilaren, Vereinsveranstaltungen, Kirchweihen oder auf Kreisebene vertreten. Die gemeindlichen Mitarbeiter sahen in ihm eine respektierte Führungsperson.

Er hat rund 30 Bürgerversammlungen gehalten, um die 200 Gemeinderatssitzungen geleitet und noch viel mehr Ausschüsse. Ich glaube kein Gemeinderat und keine Gemeinderätin hat sich in dieser Zeit von oben herab regiert gefühlt, sondern auch bei unterschiedlichen Meinungen wertgeschätzt und auf Augenhöhe behandelt. Dieses Gremium hat unter ihm zu einem kollegialen Geist gefunden, der die Arbeit miteinander anpackt ohne auf Parteizugehörigkeit zu achten. Das ist wenn man die Berichte über andere Gemeinden liest wahrlich  nicht selbstverständlich.

Politische Ämter sind Ämter auf Zeit, die uns unsere Wählerinnen und Wähler nur verliehen haben und deren Vertrauen wir nur mit mehreren guten Eigenschaften verdienen können.

Aufrichtigkeit
Engagement über das Notwendige hinaus
Freundlichkeit und Fairness auch wenn man es nicht immer jedem Recht machen kann

gehören sicher dazu. Unser ausscheidender Bürgermeister hatte diese positiven Eigenschaften.

Wer in der Kommunalpolitik seine Mitstreiter nicht einbindet sondern versucht Sie  hinterrücks auszuspielen wird keinen langfristigen Erfolg haben. Die Blendwirkung schöner Versprechungen hält in der Regel nur kurz

Es ist schade, dass ich ihm diese Worte wegen Corona nur im kleinen Kreis sagen konnte und nicht vor großem Publikum. Ich wünsche mir, dass es bald eine Gelegenheit gibt diese Laudatio noch öffentlich nachzuholen. Der Gemeinderat hat es jedenfalls mit stehendem Applaus bestätigt

Heute kann ich nur Danke sagen, Danke im Namen des Gemeinderats und auch ganz persönlich, nachdem ich die letzten Jahre sein Stellvertreter sein durfte. Wir haben gerne mit Dir zusammengearbeitet und wünschen Dir einen angenehmen  Ruhestand.

Auch den ausscheidenden Kollegin und den Kollegen darf ich danken für ein gutes Miteinander und alles Gute wünschen, den verbliebenen und neuen, dass wir die Arbeit in diesem Geist fortsetzen.

Stephan Buck

Aus dem Gemeinderat - April 2020

Die letzte Sitzung des aktuellen Gemeinderates am Dienstag, 07.04.2020, hat unter diesmal anderen Voraussetzungen stattgefunden. Nicht wie üblich in der Rangaustube, sondern diesmal in der 1/3 Halle der Eichwaldhalle. Im Zeichen von Corona ist halt alles anders, auch Gemeinderatssitzungen.
Das war dann auch gleich der Erste Beschluss, denn der Gemeinderat muss den neuen Sitzungssaal entsprechend beschließen, was auch einstimmig erfolgte.

Baugebiet Dorfeiche

Zum Baugebiet Dorfeiche wurden die Vergaben für Kanal, Wasser und Straßenbau vergeben. Trotz einer Ausschreibung ohne Terminvorgabe kamen kaum Angebote. Aber immerhin war das Angebot für Wasser und Kanal 13% unter den Planungen, das auch somit vergeben wurde. Diskutiert wurde dann das Angebot wegen Straßenbau, weil das mit 18% über den Planungen teurer war. Aber in Gegenrechnung mit Wasser und Kanal kommt die Gemeinde mit „nur“ 4% Mehrkosten als geplant an sich gut weg. Es wurde beschlossen den Straßenbau trotz der höheren Kosten zu vergeben. Grund dafür ist, dass nicht zu erwarten ist, ob bei einer erneuten Ausschreibung günstigere Angebote kommen und vor allem wann die dann ausgeführt werden können. Es soll nun das Baugebiet endlich hergestellt werden, damit die Bauwerber die Grundstück kaufen und die Häuser bauen können.

Kanalsanierung Neustädter Straße

Aufgehoben wurde die Ausschreibung zur Kanalsanierung mit Regenrückhaltung in der Neustädter Str. Hier wurden mehrere Firmen angeschrieben, aber es kam nur ein Angebot zurück, welches dann auch mit gut 30% über den Planungskosten lag. Da kein weiteres Angebot vorliegt und die Kosten zu hoch sind wird im Laufe des Jahres nochmal ausgeschrieben. Die Baumaßnahme ist auch nicht zeitkritisch, da die Entwässerung aus dem Baugebiet Dorfeiche auch nicht auf einen Schlag kommt.

Die Überarbeitung des Flächennutzungsplanes wurde wegen fehlender Kostenaufstellung im Detail verschoben.

Die Anschaffung des Wildkrautbesens wurde einstimmig beschlossen. Mit dem Besen können die Straßen und Gehwege in einem Arbeitsgang gereinigt werden, und das ganze ohne Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln.

Kindergarten "Traubenwichtl"

Für unseren neuen Kindergarten wurden die Bodenbelagsarbeiten und der Kücheneinbau vergeben. Hier waren die Kosten genau im Rahmen der Schätzungen, sogar ein paar Euro drunter. Im gleichen Zuge wurde über den Namen abgestimmt. Mit großer Mehrheit wurde der Name „Traubenwichtl“ beschlossen.

Eine Bauvoranfrage wurde dem Gemeinderat vorgestellt. Am Bahnhofsweg soll ein Mehrfamilienhaus erstellt werden. Die Anfrage dazu liegt dem Landratsamt vor und wird dort gerade bearbeitet, ob das Vorhaben so überhaupt realisierbar ist. Der Gemeinderat hat dies zur Kenntnis genommen und wird dem Landratsamt eine kurze Stellungnahme zusenden. Bedenken bestehen insbesondere wegen der Größe des Objektes.

In den Bekanntgaben zum Ende der Sitzung wurde mitgeteilt, dass Herr Matthias Stark ab dem 01.05.2020 der neue Vorarbeiter auf dem Bauhof ist, nachdem Herr Reinhard Weghorn nach vielen Jahren seinen wohlverdienten Ruhestand antritt. Herzlichen Dank beiden, dem einen für seine jahrelange Tätigkeit für die Gemeinde und dem anderen für seine Bereitschaft das Heft in die Hand zu nehmen. Beiden wünschen wir für die kommenden Herausforderungen alles Gute.
Des Weiteren wurde der Beschluss veröffentlicht, dass der HVD weiterhin die Kindergrippe Rabblkiste betreuen wird und dazu ab September den neuen Kindergarten. Hier wurden Verträge für beide Einrichtungen über 5 Jahre mit den Trägern geschlossen. Aus den bisherigen Erfahrungen kann nur Gutes berichtet werden.

Glasfaser in Puschendorf

Zum Ende noch eine sehr gute Nachricht: Die Quote von 40% für die Deutsche Glasfaser wurde tatsächlich im ersten Schritt erreicht. Dafür können wir Ihnen allen nur Danke sagen, dass unser Dorf damit für die Onlinezukunft gerüstet ist.

Da es ja am Dienstag auch die letzte Sitzung für unsere beiden Gemeinderäte Edith Hamersky und Hermann Höfler war, möchten wir uns erst mal auf diesem Weg für Ihr Engagement herzlich bedanken. Eine richtige Verabschiedung durch die Freien Wähler und die Gemeinde wird nach Corona erfolgen. Aktuell geht’s halt nur per Nachricht und leider nicht in einem würdigen Rahmen, was aber sicher jeder verstehen wird.
Wir möchten uns hier für die letzten sechs Jahre bei den Kolleginnen und Kollegen und dem Bürgermeister für die konstruktive Zusammenarbeit bedanken und freuen uns auf die neuen Herausforderungen ab dem 01.Mai.

Alexander Dörr

Mehr Tiefe erwartet

Auf große Resonanz stieß Ende Januar die Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten und aller zur Kommunalwahl antretenden Parteien und Wählergruppen. Am Ende hatten die Veranstalter der Diakonie-Gemeinschaft 350 Stühle in der Halle aufgestellt, die alle mit interessierten Puschendorferinnen und Puschendorfern besetzt waren. Von Politikverdrossenheit also keine Spur

Die Rolle des neutralen Moderators übernahm Rektor Friedrich Rößner, der den Kommunalpolitikern die Möglichkeit gab, sich nach klaren Regeln vorzustellen und ein paar Sätze zum eigenen Programm zu nennen
Von vielen am meisten erwartet war dabei sicher das Dreier-Duell der Bürgermeister-Kandidaten. Spektakuläre Auseinandersetzungen fanden aber nicht statt, alle hielten sich höflich zurück und betonten die jeweils eigenen Stärken und Erfahrungen.

Während Dieter Glaser sich in erster Linie von seinem Kandidaten Dirk Eiben vorstellen lies und dieser auf die Verwaltungskenntnisse als Mitarbeiter im Vorzimmer des ausscheidenden Bürgermeisters verwies, betonte Erika Hütten als Einzelkämpferin ihre zurückliegende Erfahrung als zweite Bürgermeisterin vor 2014. Nach der Niederlage bei der letzten Wahl des Bürgermeisteramtes legte sie auch ihr für die CSU errungenes Gemeinderatsmandat nieder und war somit in den letzten Jahren nicht im Gemeinderat vertreten. Nahtlos vom Gemeinderat ins Bürgermeisterzimmer möchte hingegen Alexander Dörr von den Freien Wähler wechseln. Er sieht es für sich als Vorteil an, nicht als Verwalter anzutreten, sondern setzt auf die Fachkenntnisse der Mitarbeiter im Rathaus. Moderne Arbeitsweisen, ein bürgernaher Blick von außen und seine beruflichen Erfahrung bei der Sparkasse, sowie die aktiven Vernetzung in den örtlichen Vereinen, sieht er als seine Vorzüge. Diese will er künftig zum Wohl Puschendorfs einsetzen.

70 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich am 15 März um Stimmen für die 14 Plätze im Gemeinderat. Neben den etablierten Kräften CSU, Freie Wähler und SPD, die bei der letzten Wahl fast gleichauf lagen, bewerben sich diese Mal erstmals noch die Grünen, die sich auf der bundesweiten Erfolgswelle schwimmend einige Stimmen versprechen und die Glaser-Liste Bürger für Puschendorf.

Insgesamt gelang es kaum im sehr engen Zeitraum von nur 90 Minuten wirklich tiefer in die Inhalte der Gruppierungen einzusteigen, oder gar Gegensätzliches ans Licht zu bringen. Themen wie Umweltschutz, ÖPNV, ein barrierefreier Zugang zum Bahnhof oder die Glasfaserversorgung des Dorfes wurden nur oberflächlich angesprochen. Von allen Teilnehmern wurde deshalb auf die eigenen mehr oder weniger ausführlichen Programme und Positionen verwiesen.

Auch Fragen aus dem Plenum kamen sehr spärlich und von sehr unterschiedlicher Aussagekraft.

Der äußerst interessante Veranstaltungsansatz hätte es verdient gehabt noch etwas längere Zeit zu bekommen. Die Zuschauer, die sich den Abend eingerichtet hatten, hätten sich sicherlich darüber gefreut, noch mehr von den Kandidaten und Gruppierungen zu erfahren. Hängen blieb wahrscheinlich am ehesten der relative hilflose Versuch der CSU das Erringen eigener Mandate mit dem Pflanzen von je 100 Bäumen zu verbinden. Dies wurde von den Besuchern mit vernehmbaren Lachen quittiert.

Andreas Eckert

 

Anmerkung der Redaktion:

Auf der Podiumsdiskussion wurde unser Bürgermeisterkandidat Alexander Dörr vom ehemaligen Vorsitzenden der SPD dafür kritisiert, dass er sich wünscht, dass auch im künftigen Gemeinderat keine Parteipolitik einzieht. Wir wissen zwar nach wie vor nicht, was an dieser Aussage kritikfähig ist, zumal wir immer betont haben, wie gut die Zusammenarbeit der Fraktionen in Puschendorf in den letzten Jahren war.

Wir empfehlen aber allen Interessierten die Lektüre des tags darauf in der Nürnberger Nachrichten erschienenen Artikel: "Christsoziale Laternen gibt es nicht"

 

2020 PodiumsdiskussionDiakonie

Aus dem Gemeinderat - Februar 2020

Scheibengardienen für die Büroräume der Gemeindeverwaltung.

In den Büroräumen der Gemeindeverwaltung sollen Plissee-Scheibengardinen angebracht werden. Das dient zum einen den Sichtschutz, damit niemand von außen auf die Bildschirme der Arbeitsplätze schauen kann und man reduziert damit auch die Blendwirkung auf den Monitoren. Dazu bekam die Gemeinde 2 Angebote zwischen 2600 und 4400 Euro. Das günstigere Angebot hat die Firma Tielfe aus Langenzenn gemacht, die auch den Zuschlag dafür erhalten hat.

Erneuerung der Heizungssteuerung im Rathaus

Der Wärmefluss der einzelnen Heizkörper wird im Rathaus per Funk an die Regeltechnik im Heizungskeller an die Steuereinheit übertragen. Dies ist oft mit Störungen verbunden und bedingt durch die alte Technik, die teilweise schon 30 Jahre alt ist, arbeitet sie auch nicht effizient. Im Zuge der Rathaussanierung will man auch hier deutliche Verbesserungen, durch moderne Komponenten erzielen. Dazu soll eine neue Steuerung eingebaut werden, die es zum Beispiel ermöglicht, die Raumtemperatur individuell zu regeln. Aktuell ist das nicht möglich und die Wärme wird ungeregelt in die Räume verteilt. Die Firma Jakob hat dazu ein Angebot von ca. 13.600 Euro abgegeben.
Im Gemeinderat war man sich einig, die Technik zu modernisieren. Man hat das Thema aber zunächst abgesetzt, da man sich erst über einen möglichen Zuschuss für diese Modernisierung erkundigen will.

Modernisierung der Software im Rathaus

Rathaus Service Portal (RSP)
Das Rathaus Service Portal (RSP) ist eine Software, die es den Bürgern ermöglicht, in Verbindung mit ihrem elektronischen Personalausweis viele Behördengänge online durchzuführen.

Rats-Informations System (RIS)
Es handelt sich hier um ein Dokumenten-Management-System, also eine elektronische Dokumentation und Ablage der einzelnen Dokumente. Damit soll der Workflow weitgehend elektronisch geregelt werden und wird in jeden einzelnen Schritt automatisch und umfangreich erfasst. Man spart sich dadurch enorme Mengen an Unterlagen in Papierform und die Dokumente sind elektronisch abrufbar.

Elektronische Rechnung
Eine vom Europaparlament beschlossene Richtline. Sie ist verpflichtend und dient zur Vereinfachung der Prozesse im Rechnungswesen. Damit können Rechnungen digital erfasst und auf Basis von strukturierten Daten elektronisch verarbeitet werden.

Die Arbeitsprozesse werden dadurch erheblich vereinfacht und sind viel transparenter, da jeder Verarbeitungsschritt elektronisch dokumentiert wird. Es umfasst auch ein unveränderbares digitales Archiv und macht die bisherige Menge an Papierordnern überflüssig. Ein Haushaltsjahr umfasst laut Bürgermeister Kistner mittlerweile zwischen 20 und 25 Ordner und das Archiv im Keller platzt aus allen Nähten. Man hat auch den unschätzbaren Vorteil, alles elektronisch vom PC abrufen zu können, ohne jedesmal eine Menge von Ordnern zu wälzen.

Die Gemeinde bekommt dazu vom Freistaat Bayern einen Zuschuss und je mehr Online-Dienste und elektronische Unterstützung die Gemeinde hat, desto höher fällt auch der Zuschuss aus. Das Gesamtpaket der Software ist nicht ganz billig – aber notwendig und zum Teil gesetzlich vorgeschrieben. Das Rathaus-Service-Portal kostet alleine ca. 12.000 Euro, das Gesamtpaket liegt deutlich darüber.

Entschädigung der Wahlhelfer

Es stehen zur Kommunalwahl ca. 50 Wahlhelfer zur Verfügung. Die aktuelle Entschädigung wird dieses Jahr auf 60 Euro erhöht. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, so werden zur Auszählung der Stimmen zusätzlich 30 Euro vergütet.

Neuer Kindergarten: Vergabe der Fliesenarbeiten

Dazu haben 5 Firmen ein Angebot abgegeben die zwischen 28.100 Euro und 36.700 Euro lagen. Geschätzt wurden die Kosten auf ca. 30.000 Euro. Den Zuschlag hat die Firma Hacker aus Cadolzburg bekommen (vorbehaltlich der Prüfung durch den Architekten).

Neuer Kindergarten: Vergabe der Garten- und Landschaftsbauarbeiten

Dazu haben 6 Firmen ihr Angebot abgegeben, das zwischen 210.800 und 280.500 Euro liegt. Das günstige Angebot hat die Firma Regenfuss aus Marloffstein bekommen, die auch den Zuschlag, (vorbehaltlich der Prüfung durch den Architekten) erhält.

Verkaufsoffene Sonntage 2020

Die beiden verkaufsoffene Sonntage sind der 26.04.2020 und der 20.09.2020

Sanierung Schießhausweg

Die Planung der Straßensanierung ist in Arbeit. Näheres wird in den nächsten Sitzungen zu erwarten sein.

Stellenausschreibung für den Bauhof

Im Bauhof wird eine Stelle frei, da der bisherige Mitarbeiter Reinhard Weghorn ab Juli 2020 in den Ruhestand geht. Bisher gab es dazu nur 2 Bewerbungen, die laut Bürgermeister Kistner nicht zufriedenstellend sind. Alexander Dörr hat dazu bemerkt, dass es aufgrund der Vollbeschäftigung im Handwerk es sehr schwierig ist, ausgebildete Fachleute zu bekommen. Man will die Ausschreibungen dazu nicht nur im Landkreis Fürth, sondern auch im Landkreis NEA veröffentlichen. Damit erhofft man sich mehr Resonanz. Man ist auch bereit von der geforderten Qualifikation etwas zurückzutreten, wenn der Bewerber zur Weiterbildung bereit ist.

Maßnahmen zur Regenrückhaltung werden anteilig auf das Baugebiet Dorfeiche verrechnet

An der Neustädter Straße sollen umfangreiche Maßnahmen zur Regenrückhaltung durchgeführt werden (siehe Bericht vom Januar). Da das Baugebiet Dorfeiche davon profitiert werden ca. 35% der Kosten (etwa 143.000 Euro) auf die Erschließung hinzugerechnet. Der Verkaufspreis pro qm wird demnächst im Finanzausschuss behandelt werden.

VGN-Tarif nach Herzogenaurach

Aktuell liegt sie Situation vor, dass ein Fahrgast, der im Besitz einer Fahrkarte mit den Zonen 4+T ist, damit nicht von Puschendorf nach Herzogenaurach fahren kann, weil das in der Zone 5 liegt. Um diese Zonen in seinen Fahrschein mit aufzunehmen, fallen zu den bisherigen Gebühren von ca. 77 Euro weitere 20 Euro an. Der Irrsinn dabei ist: mit Zone 4 kann man von Puschendorf bis nach Lauf/Pegnitz fahren, das über 40 Km entfernt ist. Aber nicht von Puschendorf nach Herzogenaurach, das nur 8 Km entfernt ist. Ein Monatsticket dazu würde in der Tarifzone 5 etwa 96 Euro kosten. Die Logik, des VGN-Systems ist sternförmig von Nürnberg / Fürth ausgerichtet. Wer Querverbindungen fahren will, steht damit vor einem Problem. Diesen Missstand will Bürgermeister Kistner beim Landratsamt und beim VGN klären.

Neuer Sendemast

Auf dem Gebäude Konferenzstr. 4 wird ein neuer Sendemast errichtet um eine bessere Netzabdeckung für Mobilfunk zu gewährleisten.

Manfred Schroll

Aus dem Gemeinderat – Januar 2020

Erschließung Baugebiet Dorfeiche

Der Gemeinderat hat sich für die Erschließung des Baugebietes durch das Ingenieur-Büro Christofori und Partner, der ursprüngliche Entwurf zur Erschließung wurde damit verworfen.

Die Kosten für Gehweg und Straßenbeleuchtung belaufen sich auf ca. 470.000 Euro, die Wasserversorgung ca. 200.000 Euro. Die Kosten der Entwässerung wurden aufgeteilt in die Entwässerung des Baugebiets Dorfeiche. Hier will man Entwässerungsrohre bis zu 50 cm Durchmesser verwenden. Der Anschluss soll an den Kanal der Neustädter Straße erfolgen. Allerdings bemerkte Bürgermeister Kistner, das dieser mit einem Durchschnitt von ca. 25 cm völlig unterdimensioniert ist um weitere Kapazitäten aufzunehmen. Ferner ist er sanierungsbedürftig und wird durch eine Neuverlegung mit einem Durchmesser von 50 cm bis zur Höhe Laubenweg ersetzt. Ab hier soll der Kanal einen Durchmesser von 130 cm erhalten, um möglichst viel Volumen für Rückhaltewasser bei starken Niederschlägen zu haben. Dabei entfallen auf das Gebiet Dorfeiche ca. 370.000 Euro und für die Neustädter Straße ca. 350.000 Euro. Die Gesamtkosten für das Gebiet Dorfeiche liegen demnach bei ca. 1 Million Euro bei einer Fläche von etwa 8700 qm.

Der Preis der Erschließung pro Quadratmeter liegt demnach bei ca. 130 Euro und hat sich damit in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Es entstehen 17 neue Grundstücke, wovon 6 der Gemeinde gehören und durch den Verkauf der Grundstücke ist die Erschließung für die Gemeinde somit kostendeckend.

Der Gemeinderat hat sich dafür entschieden, die Arbeiten auszuschreiben. Man hofft im April mit der Vergabe der Baumaßnahmen, damit die Erschließung dieses Jahr noch vollzogen werden kann. Die Sanierung des Kanals Neustädter Straße soll Anfang 2021 stattfinden. Bei der Gelegenheit soll an dieser Stelle auch gleich die Wasserleitung neu verlegt werden, die vor ca. 60 Jahren erstmalig verlegt wurde.

Barrierefreier Umbau der ÖPNV-Haltestellen

Die beiden Bushaltestellen in der Höfener Straße und Fürther Straße (jeweils in beiden Richtungen), müssen barrierefrei umgebaut werden. Dazu werden neue und höhere Bordsteine verlegt, damit das Einsteigen in den Bus ohne Stufe und sozusagen barrierefrei erfolgen kann. An der Höfener Straße wird an der Haltestelle neben der der Fahrschule dazu noch ein kleines Wartehäuschen errichtet. Die Kosten dafür sind mit ca. 162.000 Euro etwa so hoch wie der Rohbau eines Einfamilienhauses. Es gibt dazu allerdings ca. 50% Zuschuss von der Regierung Mittelfranken. Der Auftrag wurde dem Straßenbauunternehmen Kessler aus Fürth erteilt.

Anpassung der Gebührensatzung des Friedhofes.

Die Firma, die bisher die Grabmacherarbeiten durchgeführt hat, wurde aufgelöst und durch den Sohn des ehemaligen Unternehmers neu gegründet. Dadurch bekam die Gemeinde ein Angebot mit deutlich höheren Preisen. Grund dafür ist unter anderem, dass die Geräte (Bagger, etc) dieser Firmen anders kalkuliert werden müssen, da inzwischen mehr als die Hälfte der Bestattungen Urnen und Stehlen sind und der Einsatz eines Baggers damit nicht zwingend notwendig ist. Ein Vergleichsangebot von einer anderen Firma war sogar noch höher. Die neuen Preise werden von der Gemeinde direkt und ohne Aufschlag weitergegeben, die der eigenen Verwaltung bleiben dagegen konstant. Die Änderung der Gebührensatzung erfolgt zum 1. Februar 2020.

Erstellung eines Solarpotentialkatasters

Das ist ein kleines Programm, das im Internet zur Verfügung steht, damit man ausrechnen kann, ob sich eine Solaranlage auf dem hauseigenen Dach lohnt. Wer also wissen will, ob sein Haus genug Sonne abbekommt und wie der mögliche Wirkungsgrad einer Solaranlage ist, kann sich durch ein sogenanntes Kataster informieren. Dazu wird dem Anbieter ein Flächenplan von Puschendorf zur Verfügung gestellt. Das Programm kann durch die einzelne Dachfläche der Gebäude die maximale Anzahl der Panels auf einem Dach errechnen und man erhält so eine ungefähre Vorstellung über die Kosten und effiziente Nutzung der Solarenergie. Die Kosten für die Gemeinde Puschendorf liegen bei ca. 400 Euro einmalig.

Neues vom Heimweg 10

Der Investor hat eine Planung vorgelegt und man hat dabei festgestellt, dass das Niveau der Straße, die durch das Grundstück Heimweg 10 führen soll, mehr 2 Meter aufgeschüttet wird und damit weit höher liegt als der Haupteingang des geplanten Gebäudes. Diese Straße wirkt wie ein Damm, der sich durch das ganze Grundstück zieht. Man war im Gemeinderat darüber verwundert und will sich zu einem späteren Zeitpunkt darüber nochmal unterhalten.

Meinung: Die Planung des Investors ist für mich „erwartungskonform“. Ich habe bereits in mehreren Ausgaben der Rundschau darüber berichtet und mich gewundert, wie man einer solchen Planung zustimmen kann. Ich will jetzt nicht erneut auf das Thema eingehen, da ich darüber im Grunde alles schon geschrieben habe. Für mich scheint das erst der Anfang eines großen Desasters zu sein, bei dem es noch viele Überraschungen geben wird.

Manfred Schroll

Rückblick zum Dreikönigstreffen 2020

Die Freien Wähler Puschendorf hatten am Dreikönigstag, den 6. Januar ihr traditionelles Treffen. Da die Veranstaltung auf die Kommunalwahl ausgerichtet war, sind die Kandidaten für den Gemeinderat vorgestellt worden und hatten auch die Möglichkeit ein paar Worte zu ihrer Person zu sagen. Für Alexander Dörr wurde von Manfred Schroll speziell dazu ein Video mit unserem Bürgermeister-Kandidaten Alexander Dörr erstellt, das erstmalig gezeigt wurde. https://youtu.be/2_K7L5dHyes

Die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Bundesvorsitzende Gabi Schmidt aus Uehlfeld berichtete aus dem Bayerischen Landtag. Fritz Ruf gab einen kurzen Bericht aus dem Kreisrat und Elke Eder aus dem Bezirksrat.

Anschließend stellten Stephan Buck und Alexander Dörr die Positionen der Freien Wähler Puschendorf zur Kommunalwahl vor. Es wurde zu einzelnen Themen jeweils kurz berichtet, was in Puschendorf mit den Freien Wählern erreicht wurde und Alexander Dörr gab einen Ausblick über die bevorstehenden Ziele. Moderiert wurde die Vorstellung vom 2. Vorsitzenden Manfred Schroll. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und der Saal bis zum letzten Platz belegt.

Dazu gibt es wie immer eine Bildergalerie die hier zu sehen ist.

Zur Bildergalerie

IMG 0008