Was lange geplant war, wird nun Realität: Mit einem feierlichen Spatenstich wurde am Donnerstagmittag der offizielle Startschuss für das Projekt Service Wohnen Puschendorf gegeben. In der Konferenzstraße 1, in unmittelbarer Nähe zum Heinrich-Heinel-Heim – dem Alten- und Pflegeheim der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf e.V. – entsteht eine moderne, seniorengerechte Wohnanlage mit insgesamt 24 Wohnungen in Eigentümergemeinschaft.
Als Bauträger verantwortlich ist die Firma M & G GmbH & Co. Bauträger KG.
Gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Kirche, Nachbarschaft und der Region wurde der Beginn der Bauarbeiten festlich begangen. Unter den Anwesenden befanden sich der stellvertretende Landrat, Herr Michael Bischoff (SPD), Bürgermeister Alexander Dörr, Pfarrerin Mirjam Peipp, der Geschäftsführer der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf e.V., Thorsten Walter, sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens. In ihren Grußworten betonten sie die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde Puschendorf und die Stärkung eines sozialen, generationengerechten Miteinanders.
Selbstbestimmt wohnen – mit Sicherheit im Hintergrund
Das neue Angebot des Service Wohnens richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die selbstständig leben möchten und zugleich Wert auf Sicherheit und unterstützende Dienstleistungen legen.
Im Unterschied zum Betreuten Wohnen steht beim Service Wohnen das eigenständige, unabhängige Wohnen im Vordergrund. Es gibt keine verpflichtende Betreuung oder Pflege, sondern frei wählbare Serviceleistungen – etwa Hausnotruf, Unterstützung im Alltag oder Angebote der sozialen Begleitung. Die Bewohnerinnen und Bewohner entscheiden selbst, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen möchten, und behalten so ein hohes Maß an Selbstbestimmung.
Die Nähe zum Heinrich-Heinel-Heim ermöglicht zudem kurze Wege und bietet zusätzliche Sicherheit, ohne die Eigenständigkeit einzuschränken.
Ein Gewinn für Puschendorf
Mit dem Bau der Wohnanlage wird ein wichtiger Beitrag zur altersgerechten Infrastruktur in Puschendorf geleistet. Das Projekt verbindet moderne Architektur, zentrale Lage und ein durchdachtes Wohnkonzept, das den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht wird.
https://fw-puschendorf.de/wp-content/uploads/2026/06/260616_SpatenstichSeniorenwohnen.png6401780FW Puschendorfhttps://fw-puschendorf.de/wp-content/uploads/2026/04/HP_Header-300x138.pngFW Puschendorf2026-06-17 21:59:532026-06-17 21:59:53Spatenstich für Service Wohnen in Puschendorf
In der Eichwaldhalle kam am 12. Mai erstmals der frisch gewählte Gemeinderat in seiner Besetzung für die Legislaturperiode 2026 bis 2032 zusammen. Unter der Leitung des neuen ersten Bürgermeisters Alexander Dörr verlief die konstituierende Sitzung ruhig, sachlich und von großer Geschlossenheit geprägt.
Zu Beginn der Sitzung wurden neben dem Ersten Bürgermeister auch die neu gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte vereidigt. Erstmals dem Gemeinderat angehören werden künftig Dr. Stefan Geißdörfer und Fabian Buck von den Freien Wählern sowie Jacqueline Klusik-Eckert von B90/Grüne. Ebenfalls neu in den Gemeinderat gewählt wurden Andreas Auerochs und Wolfgang Kistner von der CSU sowie Bertram Schacher von der SPD. Die letzten beiden gehören allerdings zu den erfahrenen Kommunalpolitikern in Puschendorf. Beide holten 6, bzw. 10 Jahre nach ihrem Ausscheiden wieder genügend Stimmen um in den Gemeinderat zurück zu kehren.
Große Einigkeit über die stellvertretenden Bürgermeister
Die neuen Bürgermeister im Portrait
Wie zu Beginn jeder neuen Amtsperiode standen anschließend die grundlegenden organisatorischen Entscheidungen auf der Tagesordnung. Der Gemeinderat gab sich eine neue Satzung sowie eine Geschäftsordnung für die kommenden sechs Jahre. Anders als 2020, als die konstituierende Sitzung von teils ungewöhnlichen und angespannten Szenen begleitet wurde, herrschte diesmal eine deutlich harmonischere Atmosphäre.
Ein sichtbares Zeichen dieser Einigkeit waren die einstimmigen Wahlen der weiteren Bürgermeister. Zum Zweiten Bürgermeister wurde Tobias Eichner (CSU) gewählt.
Ebenso einig bestimmte das Gremium wieder Klaus Fleischmann (SPD) zum Dritten Bürgermeister. Im Vertretungsfall kann Bürgermeister Alexander Dörr damit auf genau die beiden Gemeinderäte zurückgreifen, die in der Kommunalwahl die höchsten Wahlergebnisse erzielen konnten.
Ausschüsse kompetent besetzt
Darüber hinaus wurden die Ausschüsse und Beauftragte des Gemeinderates neu gebildet und besetzt. Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Rechnungsprüfungsausschuss, der unter der Leitung von Wolfgang Kistner arbeitet, werden künftig ein Haupt- und Finanzausschuss, ein Bau- und Umweltausschuss sowie ein Jugendausschuss die kommunalpolitische Arbeit begleiten. Eine Übersicht über die genaue Besetzung der Ausschüsse findet sich am Ende dieses Artikels.
Auch die Vertreter der Gemeinde im Schulverband wurden bestimmt. Neben dem Ersten Bürgermeister wird künftig Andreas Auerochs die Gemeinde Puschendorf dort vertreten. Die zahlreichen Zuschauer in der Eichwaldhalle verfolgten die Sitzung aufmerksam und honorierten die Sitzungsleitung sowie den deutlich erkennbaren Willen zu einer gemeinschaftlicheren Zusammenarbeit im Gemeinderat mit großem Beifall. Damit setzte der neue Gemeinderat bereits bei seiner ersten Zusammenkunft ein Signal für einen konstruktiven und respektvollen Umgang in den kommenden sechs Jahren.
Die Ausschüsse in der Übersicht
Haupt- und Finanzausschuss
Alexander Dörr (Bürgermeister), Stephan Buck (FW), Dr. Stefan Geißdörfer (FW), Wolfgang Kistner (CSU), Tobias Eichner (CSU), Bertram Schacher (SPD), Jens Engelhardt (B´90/Grüne)
Bau- und Umweltausschuss
Alexander Dörr (Bürgermeister), Stephan Buck (FW), Christian Auerochs (FW), Klaus Madinger (CSU), Andreas Auerochs (CSU), Miriam Böhm (SPD), Jacqueline Klusik-Eckert (B´90/Grüne)
Jugendausschuss
Alexander Dörr (Bürgermeister), Fabian Buck (FW), Christian Auerochs (FW), Tobias Eichner (CSU), Andreas Auerochs (CSU), Miriam Böhm (SPD), Peter Eckert (B´90/Grüne)
Rechnungsprüfungsausschuss
Fabian Buck (FW), Dr. Stefan Geißdörfer (FW), Wolfgang Kistner (CSU), Klaus Madinger (CSU), Klaus Fleischmann (SPD), Peter Eckert (B´90/Grüne)
https://fw-puschendorf.de/wp-content/uploads/2026/05/260619_KonstituierendeSitzung.jpg6401780Stephan Buckhttps://fw-puschendorf.de/wp-content/uploads/2026/04/HP_Header-300x138.pngStephan Buck2026-05-19 16:44:032026-05-19 16:55:04Harmonischer Auftakt im neuen Gemeinderat
Mit einer Mischung aus Rückblick, Sachthemen und emotionalen Momenten ist der Puschendorfer Gemeinderat am 14. April zu seiner letzten Sitzung der Legislaturperiode 2020–2026 zusammengekommen. Neben aktuellen Beratungen standen vor allem Verabschiedungen und ein Blick auf die vergangenen Jahre im Mittelpunkt.
Abschied der ausscheidenden Räte
Gleich zu Beginn nutzte Bürgermeisterin Erika Hütten die Gelegenheit, um sich von den ausscheidenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zu verabschieden. „Ich gehe mit Bedauern, aber auch großer Freude“, sagte sie. Hütten und die zweite Bürgermeisterin Anna-Lena Tsutsui waren in der Kommunalwahl überraschend deutlich nicht mehr wiedergewählt worden. Ihrer Stellvertreterin dankte Hütten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ihre Loyalität.
Ebenfalls nicht mehr im neuen Gremium vertreten sein werden Felix Stöckl (SPD), Matthias Stark (Freie Wähler) und Reinhard Weghorn (CSU). Alle drei waren aber auch nicht mehr angetreten. Hütten würdigte deren Einsatz und hob insbesondere Stöckls „zurückhaltende, aber sehr positive Art“ hervor. Stöckl war wie erst während der Periode für den verstorbenen Gerhard Billmann nachgerückt und kam deshalb nicht auf die ganzen sechs Jahre, ebenso Dirk Eiben als einziges Ratsmitglied des BfP, der 2024 den Sitz von Janina Differenz übernehmen musste.
Ein besonderes Augenmerk lag auf Reinhard Weghorn, der nach über drei Jahrzehnten aus dem Gremium ausscheidet. Seit 1990 war er ununterbrochen Mitglied des Gemeinderats und brachte vor allem im Bauausschuss seine Fachkenntnis ein. Als ehemaliger Bauhofmitarbeiter hatte er eine außergewöhnliche Detailkenntnis über den Ort, die dem Gemeinderat nun fehlen wird. Für dieses außergewöhnliche Engagement erhielt er einen besonderen Dank und wurde mit einem Geschenkkorb geehrt.
Tsutsui selbst richtete zum Abschluss der Sitzung persönliche Worte an die scheidende Bürgermeisterin.
Neben den Abschiedsworten standen jedoch auch inhaltlich gewichtige Themen auf der Tagesordnung.
Bericht aus dem Rechnungsprüfungsausschuss
Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Stephan Buck, stellte den Bericht für das Jahr 2023 vor. Neben dem Dank an Kämmerer und Kassenverwalterinnen für die gute Zuarbeit übte er dabei aber auch deutliche Kritik.
Insbesondere bei dem Baumaßnahmen in der Neustädter Straße und bei der Errichtung der Bushaltestelle an der Waldstraße seien Haushaltsansätze wiederholt deutlich überschritten worden, ohne dass der Gemeinderat darüber informiert worden sei. Buck erinnerte daran, dass das Budgetrecht beim Gemeinderat liege und mahnte, dass entsprechende überplanmäßigen Ausgaben laut Satzung unverzüglich offengelegt und genehmigt werden müssten. Nachdem die Verantwortliche nun ausscheidet, richtete er seinen Appell an den neuen Bürgermeister Alexander Dörr. Auch die Überstundensituation in Bauhof und Verwaltung wurde vom Ausschuss kritisiert. Die Rechnungsprüfung hatte zudem die Eichwaldhalle im Fokus, die mit einem hohen Defizit die Haushaltssituation belastet. Hier leistet sich die Gemeinde Räume für die Bürgerinnen und Bürger, die extrem hohe Mittel binden und deshalb nicht als selbstverständlich hingenommen werden sollten. Dies muss den Gemeinderat, sowie allen Nutzern wie dem SVP auch bewusst sein, so Buck. Er lobte die Verwaltung, dass einige der dazu gemachten Vorschläge bereits umgesetzt wurden.
Bauvorhaben in Puschendorf
Darüber hinaus beschäftigte sich das Gremium mit zwei Bauanträgen. Am Kirchplatz ist ein flaches Holzhaus geplant, das zwar grundsätzlich als unauffällig gilt, jedoch nicht den vorgeschriebenen Dachneigungen des Bebauungsplans entspricht. Zudem liegt das Grundstück im Bereich eines Bodendenkmals, weshalb die Denkmalschutzbehörde in die Entscheidung einbezogen werden soll. Der Gemeinderat zeigte sich offen für das Vorhaben, stellte eine endgültige Entscheidung jedoch zurück.
Ein weiterer Antrag betraf ein bislang nicht erschlossenes Grundstück am Trutenholzweg. Hier sah das Gremium noch Klärungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der notwendigen Erschließung.
Trotz einzelner kritischer Punkte verlief die Sitzung insgesamt in einer ruhigen und kollegialen Atmosphäre. Sie bildete den würdigen Abschluss einer nicht immer einfachen sechsjährigen Amtszeit, in die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte mit der Bürgermeisterin, Verwaltung und den kommunalen Beschäftigten die Entwicklung Puschendorfs gemeinsam gestaltet haben.
https://fw-puschendorf.de/wp-content/uploads/2026/04/GR_April26.jpg6401780Stephan Buckhttps://fw-puschendorf.de/wp-content/uploads/2026/04/HP_Header-300x138.pngStephan Buck2026-04-27 09:45:132026-05-02 08:04:18Gemeinderatssitzung mit Rückblick, Kritik und Abschied
Spatenstich für Service Wohnen in Puschendorf
/von FW PuschendorfEin Gastbeitrag der Diakonie Gemeinschaft.
Was lange geplant war, wird nun Realität: Mit einem feierlichen Spatenstich wurde am Donnerstagmittag der offizielle Startschuss für das Projekt Service Wohnen Puschendorf gegeben. In der Konferenzstraße 1, in unmittelbarer Nähe zum Heinrich-Heinel-Heim – dem Alten- und Pflegeheim der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf e.V. – entsteht eine moderne, seniorengerechte Wohnanlage mit insgesamt 24 Wohnungen in Eigentümergemeinschaft.
Als Bauträger verantwortlich ist die Firma M & G GmbH & Co. Bauträger KG.
Gemeinsam mit zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Kirche, Nachbarschaft und der Region wurde der Beginn der Bauarbeiten festlich begangen. Unter den Anwesenden befanden sich der stellvertretende Landrat, Herr Michael Bischoff (SPD), Bürgermeister Alexander Dörr, Pfarrerin Mirjam Peipp, der Geschäftsführer der Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf e.V., Thorsten Walter, sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens. In ihren Grußworten betonten sie die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde Puschendorf und die Stärkung eines sozialen, generationengerechten Miteinanders.
Selbstbestimmt wohnen – mit Sicherheit im Hintergrund
Das neue Angebot des Service Wohnens richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die selbstständig leben möchten und zugleich Wert auf Sicherheit und unterstützende Dienstleistungen legen.
Im Unterschied zum Betreuten Wohnen steht beim Service Wohnen das eigenständige, unabhängige Wohnen im Vordergrund. Es gibt keine verpflichtende Betreuung oder Pflege, sondern frei wählbare Serviceleistungen – etwa Hausnotruf, Unterstützung im Alltag oder Angebote der sozialen Begleitung. Die Bewohnerinnen und Bewohner entscheiden selbst, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen möchten, und behalten so ein hohes Maß an Selbstbestimmung.
Die Nähe zum Heinrich-Heinel-Heim ermöglicht zudem kurze Wege und bietet zusätzliche Sicherheit, ohne die Eigenständigkeit einzuschränken.
Ein Gewinn für Puschendorf
Mit dem Bau der Wohnanlage wird ein wichtiger Beitrag zur altersgerechten Infrastruktur in Puschendorf geleistet. Das Projekt verbindet moderne Architektur, zentrale Lage und ein durchdachtes Wohnkonzept, das den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht wird.
Harmonischer Auftakt im neuen Gemeinderat
/von Stephan BuckIn der Eichwaldhalle kam am 12. Mai erstmals der frisch gewählte Gemeinderat in seiner Besetzung für die Legislaturperiode 2026 bis 2032 zusammen. Unter der Leitung des neuen ersten Bürgermeisters Alexander Dörr verlief die konstituierende Sitzung ruhig, sachlich und von großer Geschlossenheit geprägt.
Zu Beginn der Sitzung wurden neben dem Ersten Bürgermeister auch die neu gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte vereidigt. Erstmals dem Gemeinderat angehören werden künftig Dr. Stefan Geißdörfer und Fabian Buck von den Freien Wählern sowie Jacqueline Klusik-Eckert von B90/Grüne. Ebenfalls neu in den Gemeinderat gewählt wurden Andreas Auerochs und Wolfgang Kistner von der CSU sowie Bertram Schacher von der SPD. Die letzten beiden gehören allerdings zu den erfahrenen Kommunalpolitikern in Puschendorf. Beide holten 6, bzw. 10 Jahre nach ihrem Ausscheiden wieder genügend Stimmen um in den Gemeinderat zurück zu kehren.
Große Einigkeit über die stellvertretenden Bürgermeister
Wie zu Beginn jeder neuen Amtsperiode standen anschließend die grundlegenden organisatorischen Entscheidungen auf der Tagesordnung. Der Gemeinderat gab sich eine neue Satzung sowie eine Geschäftsordnung für die kommenden sechs Jahre. Anders als 2020, als die konstituierende Sitzung von teils ungewöhnlichen und angespannten Szenen begleitet wurde, herrschte diesmal eine deutlich harmonischere Atmosphäre.
Ein sichtbares Zeichen dieser Einigkeit waren die einstimmigen Wahlen der weiteren Bürgermeister. Zum Zweiten Bürgermeister wurde Tobias Eichner (CSU) gewählt.
Ebenso einig bestimmte das Gremium wieder Klaus Fleischmann (SPD) zum Dritten Bürgermeister. Im Vertretungsfall kann Bürgermeister Alexander Dörr damit auf genau die beiden Gemeinderäte zurückgreifen, die in der Kommunalwahl die höchsten Wahlergebnisse erzielen konnten.
Ausschüsse kompetent besetzt
Darüber hinaus wurden die Ausschüsse und Beauftragte des Gemeinderates neu gebildet und besetzt. Neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Rechnungsprüfungsausschuss, der unter der Leitung von Wolfgang Kistner arbeitet, werden künftig ein Haupt- und Finanzausschuss, ein Bau- und Umweltausschuss sowie ein Jugendausschuss die kommunalpolitische Arbeit begleiten. Eine Übersicht über die genaue Besetzung der Ausschüsse findet sich am Ende dieses Artikels.
Auch die Vertreter der Gemeinde im Schulverband wurden bestimmt. Neben dem Ersten Bürgermeister wird künftig Andreas Auerochs die Gemeinde Puschendorf dort vertreten. Die zahlreichen Zuschauer in der Eichwaldhalle verfolgten die Sitzung aufmerksam und honorierten die Sitzungsleitung sowie den deutlich erkennbaren Willen zu einer gemeinschaftlicheren Zusammenarbeit im Gemeinderat mit großem Beifall. Damit setzte der neue Gemeinderat bereits bei seiner ersten Zusammenkunft ein Signal für einen konstruktiven und respektvollen Umgang in den kommenden sechs Jahren.
Die Ausschüsse in der Übersicht
Haupt- und Finanzausschuss
Alexander Dörr (Bürgermeister), Stephan Buck (FW), Dr. Stefan Geißdörfer (FW), Wolfgang Kistner (CSU), Tobias Eichner (CSU), Bertram Schacher (SPD), Jens Engelhardt (B´90/Grüne)
Bau- und Umweltausschuss
Alexander Dörr (Bürgermeister), Stephan Buck (FW), Christian Auerochs (FW), Klaus Madinger (CSU), Andreas Auerochs (CSU), Miriam Böhm (SPD), Jacqueline Klusik-Eckert (B´90/Grüne)
Jugendausschuss
Alexander Dörr (Bürgermeister), Fabian Buck (FW), Christian Auerochs (FW), Tobias Eichner (CSU), Andreas Auerochs (CSU), Miriam Böhm (SPD), Peter Eckert (B´90/Grüne)
Rechnungsprüfungsausschuss
Fabian Buck (FW), Dr. Stefan Geißdörfer (FW), Wolfgang Kistner (CSU), Klaus Madinger (CSU), Klaus Fleischmann (SPD), Peter Eckert (B´90/Grüne)
Gemeinderatssitzung mit Rückblick, Kritik und Abschied
/von Stephan BuckMit einer Mischung aus Rückblick, Sachthemen und emotionalen Momenten ist der Puschendorfer Gemeinderat am 14. April zu seiner letzten Sitzung der Legislaturperiode 2020–2026 zusammengekommen. Neben aktuellen Beratungen standen vor allem Verabschiedungen und ein Blick auf die vergangenen Jahre im Mittelpunkt.
Abschied der ausscheidenden Räte
Gleich zu Beginn nutzte Bürgermeisterin Erika Hütten die Gelegenheit, um sich von den ausscheidenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zu verabschieden. „Ich gehe mit Bedauern, aber auch großer Freude“, sagte sie. Hütten und die zweite Bürgermeisterin Anna-Lena Tsutsui waren in der Kommunalwahl überraschend deutlich nicht mehr wiedergewählt worden. Ihrer Stellvertreterin dankte Hütten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ihre Loyalität.
Ebenfalls nicht mehr im neuen Gremium vertreten sein werden Felix Stöckl (SPD), Matthias Stark (Freie Wähler) und Reinhard Weghorn (CSU). Alle drei waren aber auch nicht mehr angetreten. Hütten würdigte deren Einsatz und hob insbesondere Stöckls „zurückhaltende, aber sehr positive Art“ hervor. Stöckl war wie erst während der Periode für den verstorbenen Gerhard Billmann nachgerückt und kam deshalb nicht auf die ganzen sechs Jahre, ebenso Dirk Eiben als einziges Ratsmitglied des BfP, der 2024 den Sitz von Janina Differenz übernehmen musste.
Ein besonderes Augenmerk lag auf Reinhard Weghorn, der nach über drei Jahrzehnten aus dem Gremium ausscheidet. Seit 1990 war er ununterbrochen Mitglied des Gemeinderats und brachte vor allem im Bauausschuss seine Fachkenntnis ein. Als ehemaliger Bauhofmitarbeiter hatte er eine außergewöhnliche Detailkenntnis über den Ort, die dem Gemeinderat nun fehlen wird. Für dieses außergewöhnliche Engagement erhielt er einen besonderen Dank und wurde mit einem Geschenkkorb geehrt.
Tsutsui selbst richtete zum Abschluss der Sitzung persönliche Worte an die scheidende Bürgermeisterin.
Neben den Abschiedsworten standen jedoch auch inhaltlich gewichtige Themen auf der Tagesordnung.
Bericht aus dem Rechnungsprüfungsausschuss
Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Stephan Buck, stellte den Bericht für das Jahr 2023 vor. Neben dem Dank an Kämmerer und Kassenverwalterinnen für die gute Zuarbeit übte er dabei aber auch deutliche Kritik.
Insbesondere bei dem Baumaßnahmen in der Neustädter Straße und bei der Errichtung der Bushaltestelle an der Waldstraße seien Haushaltsansätze wiederholt deutlich überschritten worden, ohne dass der Gemeinderat darüber informiert worden sei. Buck erinnerte daran, dass das Budgetrecht beim Gemeinderat liege und mahnte, dass entsprechende überplanmäßigen Ausgaben laut Satzung unverzüglich offengelegt und genehmigt werden müssten. Nachdem die Verantwortliche nun ausscheidet, richtete er seinen Appell an den neuen Bürgermeister Alexander Dörr. Auch die Überstundensituation in Bauhof und Verwaltung wurde vom Ausschuss kritisiert. Die Rechnungsprüfung hatte zudem die Eichwaldhalle im Fokus, die mit einem hohen Defizit die Haushaltssituation belastet. Hier leistet sich die Gemeinde Räume für die Bürgerinnen und Bürger, die extrem hohe Mittel binden und deshalb nicht als selbstverständlich hingenommen werden sollten. Dies muss den Gemeinderat, sowie allen Nutzern wie dem SVP auch bewusst sein, so Buck. Er lobte die Verwaltung, dass einige der dazu gemachten Vorschläge bereits umgesetzt wurden.
Bauvorhaben in Puschendorf
Darüber hinaus beschäftigte sich das Gremium mit zwei Bauanträgen. Am Kirchplatz ist ein flaches Holzhaus geplant, das zwar grundsätzlich als unauffällig gilt, jedoch nicht den vorgeschriebenen Dachneigungen des Bebauungsplans entspricht. Zudem liegt das Grundstück im Bereich eines Bodendenkmals, weshalb die Denkmalschutzbehörde in die Entscheidung einbezogen werden soll. Der Gemeinderat zeigte sich offen für das Vorhaben, stellte eine endgültige Entscheidung jedoch zurück.
Ein weiterer Antrag betraf ein bislang nicht erschlossenes Grundstück am Trutenholzweg. Hier sah das Gremium noch Klärungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der notwendigen Erschließung.
Trotz einzelner kritischer Punkte verlief die Sitzung insgesamt in einer ruhigen und kollegialen Atmosphäre. Sie bildete den würdigen Abschluss einer nicht immer einfachen sechsjährigen Amtszeit, in die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte mit der Bürgermeisterin, Verwaltung und den kommunalen Beschäftigten die Entwicklung Puschendorfs gemeinsam gestaltet haben.